Show-Case – Einstieg ins Personalwesen

Einstieg ins Personalwesen: Aus der Verwaltung ins Personal

Wir zeigen dir an einem Beispiel, wie der Einstieg ins Personalwesen aussehen kann und was dich dabei erwartet, wenn du dich für das BZW entscheidest.

Die Ausgangssituation

Personalarbeit als Nebenjob

Passt die Weiterbildung zu dir und deinem Arbeitsalltag? Wir zeigen dir an einem Beispiel, wie der Wechsel von der Verwaltung mit einem Einstieg ins Personalwesen aussehen kann und was dich dabei erwartet, wenn du dich für das BZW entscheidest.

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In unserem Szenario arbeitet eine Kauffrau für Büromanagement seit sechs Jahren in einem Unternehmen mit 80 Beschäftigten. Eine Personalabteilung gibt es nicht. Zeiterfassung, Urlaubsanträge und Bewerbungseingänge laufen über ihren Schreibtisch, und wer eine Frage zur Elternzeit hat, kommt zu ihr. Verantwortlich ist auf dem Papier die Geschäftsführung. Praktisch heißt das: Sie bereitet Arbeitszeugnisse vor und bekommt sie unterschrieben zurück. Sie sortiert die Bewerbungen zwar vor, das Gespräch selbst führt aber die Geschäftsführung. Bei schwierigen Themen wie einer Kündigung in der Probezeit oder einem Streit um Überstunden beantwortet sie, was sie weiß, und hofft, dass es stimmt.

Dann wächst der Betrieb, und eine eigene Personalstelle soll entstehen. Fachlich kennt niemand die Abläufe besser als sie. In der internen Ausschreibung steht trotzdem eine Qualifikation, die sie nicht hat. Vielleicht geht es dir ähnlich. Jahrelange Praxis in Personalthemen zählt im Bewerbungsverfahren wenig, solange sie nicht nachgewiesen ist. Wie dieser Nachweis aussehen kann, zeigen wir dir im Folgenden mit dem Personalfachkaufmann:frau (IHK) beim BZW.

Herausforderung

Viele Jahre Personalpraxis, aber kein Nachweis dafür.

Ziel

Die neue Personalstelle im Betrieb übernehmen.

Der Weg zum Abschluss

So läuft die Weiterbildung

Sie entscheidet sich für den Online-Abendkurs Personalfachkaufmann:frau (IHK) und lernt berufsbegleitend. Zugelassen ist sie über ihre kaufmännische Ausbildung und zwei Jahre Praxis mit Personalbezug.

Zulassung prüfen

Vier Wege führen zur Prüfung. Mit einer kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildung reichen zwei Jahre Berufspraxis, mit einer anderen anerkannten Ausbildung drei Jahre. Die Praxis muss Bezug zu Personalaufgaben haben – ihre Administration zählt.

Unterricht in der Lerngruppe

Live-Webinare in kleinen, festen Lerngruppen mit erfahrenen Dozent:innen. Über Teams bleibt die Gruppe auch zwischen den Terminen in Kontakt. Beeps steht als digitaler Lernpartner rund um die Uhr bereit, eine Ansprechperson beim BZW ebenfalls.

Prüfung

Kurz vor der schriftlichen Prüfung folgt eine Woche ganztags im Live-Webinar, in der alte Prüfungen geübt werden. Für die mündliche Prüfung simulieren die Dozent:innen den Ablauf in einer Generalprobe.

Das Ergebnis: eigene Stelle im Personalwesen

Mit dem Abschluss der IHK bewirbt sie sich auf die neu geschaffene Stelle im Betrieb. Die Anforderung, an der es zuvor scheiterte, erfüllt sie jetzt. Aus der mitlaufenden Administration wird ein eigener Aufgabenbereich: Sie verantwortet die Personalarbeit für 80 Beschäftigte, statt sie nur abzuarbeiten. Das Bewerbungsgespräch führt sie selbst, und unter dem Arbeitszeugnis steht ihre Unterschrift.

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Rückblickend hat sich vor allem ihre Rolle verändert. Vorher hat sie ausgeführt, was anderswo entschieden wurde. Jetzt entscheidet sie mit, wie eingestellt, eingearbeitet und beurteilt wird. Bei arbeitsrechtlichen Fragen muss sie nicht mehr hoffen, dass ihre Auskunft stimmt.

Geholfen hat, dass der Stoff von der ersten Woche an auf ihrem Schreibtisch lag. Die Lerngruppe bestand aus Menschen mit denselben Fragen aus anderen Betrieben, und dieser Austausch hat bei manchem Thema mehr gebracht als reine Theorie. Der Ausbilderschein, den sie für die Prüfung ohnehin benötigte, zahlt sich im Betrieb gleich mit aus: Sie darf jetzt auch ausbilden.

Der Abschluss ist dabei mehr als ein Zertifikat. Im Personalwesen gilt der Personalfachkaufmann als Fachwirt und ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Stufe 6 eingeordnet, also mit einem Bachelor vergleichbar. Bei einer internen Bewerbung zählt das sichtbar mit, und falls sie den Betrieb eines Tages wechselt, gilt der Abschluss dort genauso.

VERANTWORTUNG

Eigene Personalstelle    

Personalarbeit für 80 Beschäftigte

QUALIFIKATION

Personalfachkaufmann:frau IHK

Öffentlich-rechtlicher Abschluss der IHK

ZUSTÄNDIGKEIT

Von Verwaltung zu HR

Gestalten statt abarbeiten

Was uns am häufigsten gefragt wird

Von der Verwaltung ins Personal

Wie komme ich ohne HR-Ausbildung ins Personalwesen?

Die meisten kommen nicht über eine Ausbildung ins Personalwesen, sondern über die Verwaltung, das Sekretariat oder die Buchhaltung und wachsen über einzelne Aufgaben hinein. Zum Problem wird das erst, wenn eine Stelle ausgeschrieben ist. Dann zählt, was sich belegen lässt. Der Personalfachkaufmann ist dafür der übliche Nachweis: ein öffentlich-rechtlicher Fortbildungsabschluss der IHK, der im Personalwesen als Fachwirt gilt und auf DQR-Stufe 6 liegt, also mit einem Bachelor vergleichbar ist.

Deine bisherige Praxis geht dabei nicht verloren, im Gegenteil: Sie ist Teil der Zulassungsvoraussetzung. Zwei Jahre Berufspraxis mit Personalbezug musst du nachweisen, wenn du eine kaufmännische oder verwaltende Ausbildung hast. Was du bisher nebenbei gemacht hast, wird damit zur Eintrittskarte. Was du bisher nebenbei gemacht hast, zählt damit als Voraussetzung.

Kann jeder die Weiterbildung zum Personalfachkaufmann machen?

Zur Prüfung zugelassen wird, wer eine von vier Voraussetzungen erfüllt und zusätzlich den Ausbilderschein hat. Mit einer dreijährigen Ausbildung in der Personaldienstleistungswirtschaft genügt ein Jahr Berufspraxis. Nach einer kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildung sind es zwei Jahre, nach einer anderen anerkannten Ausbildung drei. Ohne abgeschlossene Ausbildung brauchst du fünf Jahre Berufspraxis. Für Quereinsteiger:innen aus der Verwaltung ist der zweite Weg der übliche.

Die Praxis muss im Bereich der Personalwirtschaft liegen und nachgewiesen werden. Sie kann übrigens parallel zur Fortbildung zusammenkommen, vorliegen muss sie erst bei der Anmeldung zur IHK‑Prüfung. Den Ausbilderschein benötigst du bis zum Prüfungstermin. Falls er dir noch fehlt, bieten wir dafür einen Kurs an, der zeitlich zum Lehrgang passt.

Wie läuft die Prüfung ab?

Die Prüfung besteht aus vier Klausuren und einem Fachgespräch. Geschrieben wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, je zwei Klausuren. Geprüft werden die Organisation und Durchführung der Personalarbeit, die rechtlichen Grundlagen, Personalplanung mit Marketing und Controlling sowie die Personal- und Organisationsentwicklung. Die erste Klausur dauert 120 Minuten, die übrigen jeweils 150.

Für das Fachgespräch reichst du zwei Themenvorschläge mit Grobgliederung bei der IHK ein, der Prüfungsausschuss wählt eines aus. Du bereitest die Präsentation zu Hause vor, hältst sie in zehn Minuten und beantwortest anschließend zwanzig Minuten lang Fragen, erst zur Präsentation, dann zu den Inhalten der Fortbildung. Wie die Prüfung bewertet wird und was passiert, wenn eine Klausur nicht reicht, erfährst du ausführlich auf der Kursseite zum Personalfachkaufmann.

Lässt sich die Weiterbildung neben einem Vollzeitjob schaffen?

Der Unterricht liegt an zwei Abenden pro Woche, jeweils von 18 bis 21 Uhr, und findet live online statt. Am Wochenende ist frei, und die Termine stehen von Anfang an fest. Zwölf Monate sind trotzdem eine Strecke, und der Unterricht allein reicht nicht. Du solltest Zeit für das Eigenstudium einplanen, um den Stoff zu festigen, gerade beim Arbeits- und Sozialversicherungsrecht. Wie viel das ist, hängt von deinem Vorwissen ab: Wer Urlaubsanträge und Krankmeldungen seit Jahren bearbeitet, startet an mancher Stelle weiter vorn.

Für die einwöchige Prüfungsvorbereitung kannst du je nach Bundesland Bildungsurlaub beantragen. Dein Arbeitgeber kann dich außerdem für den Unterricht freistellen oder sich an den Kosten beteiligen. Ein Gespräch darüber lohnt sich, weil er von deiner neuen Qualifikation unmittelbar profitiert.

Was kostet der Kurs und welche Förderung gibt es?

Der Online-Abendkurs kostet 3.596 Euro. Über das Aufstiegs-BAföG werden bis zu 75 Prozent der Veranstaltungskosten gefördert. Die enthaltenen Lernmittel sind davon ausgenommen, deshalb bleiben für dich 1.049 Euro.

Gefördert werden auch die Prüfungsgebühren. Einige Bundesländer zahlen nach bestandener Prüfung zusätzlich einen Meisterbonus. Nicht enthalten ist der Kurs für den Ausbilderschein, den du bis zur Prüfung benötigst. Den Antrag musst du selbst stellen, und zuständig für die Bewilligung sind die Förderstellen. Eine Zusage können wir dir deshalb nicht geben, bei der Anmeldung unterstützen wir dich aber gern. Zur Ratenzahlung, zu den enthaltenen Lernmitteln und zu den Prüfungsgebühren findest du alle Angaben auf der Kursseite zum Personalfachkaufmann.

Andere Erfahrungen

Das sagen unsere Alumnis

Weitere Karrierewege im Überblick

Der Wechsel ins Personalwesen ist ein Weg von vielen. Sieh dir an, wie andere Werdegänge aussehen und welcher Lehrgang dazu passt.

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